Montag, 28. Januar 2013

Liberale potente Männer

Nun hat die FDP ein Sex-Problem. Und außerdem fühlen sich die Liberalen verfolgt. Klar, nachdem sie bei der Landtagswahl in Niedersachsen durch Sachthemen überzeugten und somit sensationelle zehn Prozent der Wählerstimmen einkassierten, fühlen sich Brüderle, Rösler & Co. im Aufwind. Da kommt die "Herrenwitz"-Geschichte nicht wirklich gelegen. Wolfgang Kubicki hat sogar erkannt, dass ein "Hoffnungsträger der Partei mutwillig beschädigt" werden soll. Ach so...

Eigentlich dürfte es der FDP egal sein, dass "Hoffnungsträger" Brüderle (immerhin schon 67 Jahre alt) von einer Stern-Reporterin beschuldigt wird, diese an einer Bar - sagen wir mal - angemacht und damit eine Sexismus-Debatte entfacht zu haben. Egal deswegen, weil keine Frau (und eigentlich auch kein Mann) mit gesundem Menschenverstand die Liberalen wählen würde. Insofern ist es wurscht, ob die FDP nun in ein schlechtes Licht gerückt wird. Dafür sorgt die Partei mit ihren Personaldebatten und Pseudovorschlägen zur Steuerentlastung der Bürger schon selber.

Allerdings - und das muss auch einmal festgestellt werden - ist die Arbeit des Stern-"chens" und seines Chefredakteurs auch nicht gerade das, was man investigativ nennt. Dieser "Skandal" liegt bereits ein Jahr zurück und hätte demnach schon viel früher öffentlich gemacht werden können. Es ist davon auszugehen, dass die Liberalen dann richtig Probleme bekommen hätten, Wählerstimmen einzusammeln. Warum die Zeitschrift jetzt damit um die Ecke kam, erschließt sich mir nicht. Vielleicht ist ja an der Vermutung von Wolfgang Kubicki etwas dran.