Peer Steinbrück hat sich einiges von Bayern-Manager Uli Hoeneß abgeschaut. Der Kanzlerkandidat hat sich selbst zur Abteilung Attacke erkoren und möchte damit mehr Fettnäpfchen mitnehmen als auslassen. Das allerdings unterscheidet ihn dann von Uli H.
Der Mann, der gerne mal einen ordentlichen Schlag an Vortragshonoraren nimmt, spricht sich für eine Einschränkung der Banken aus, findet, dass das Gehalt eines Kanzlers zu niedrig angesetzt ist und ließ einen Blog betreiben, der etwas Geld einsammelte. Kurz: Ein echtes Finanzgenie. Auch sonst ist Peer Steinreichbrück (Zitat Sarah Wagenknecht) immer für einen Spruch gut. Auch hier orientiert r sich an einer anderen Größe, nämlich an Gerhard Schröder.
Nun hat er also Silvio Berlusconi als "Clown" betitelt. Nein, sowas aber auch. Kaum gesagt, entrüsten sich CDU und FDP und spielen die Erzürnten. Nun ja, man muss P.S. ja nicht mögen und gut finden, aber irgendwie hat er recht. Berlusconi ist alles andere als seriös und wenn die Partei eines Komikers in Italien drittstärkste Kraft wird, dann muss der Mann, der mehr Stimmen erhalten hat, mindestens ein Hofnarr sein.
Die Reaktion von Steinbrück ("Gesagt ist gesagt") erinnert mich stark an Schröder und sein "Basta!". Und dass der Peer sein Abendessen allein einnehmen musste, fand er bestimmt gut. Kost ja weniger...