Mittwoch, 12. September 2012

Wer braucht das Buch von Bettina Wulff?

Die nun also auch noch. Bettina Wulff sucht - fast so wie ihr Mann - die Öffentlichkeit und will erzählen, was ihr so wichtig ist. Einen dicken Wälzer hat sie schreiben lassen. Die Gute hat ja auch eine Menge zu berichten. Komisch nur, dass sie gerade jetzt - wo sie ihr Buch promotet - den Jauch und den Google verklagt. Die Wulff hat die Geldmaschine angeworfen, hoffentlich hat das Ding einen Kolbenfresser.

Im Internet hat der User die Möglichkeit, sich allumfassend über das Machwerk zu informieren. Die Frau verstrickt sich in Widersprüche, zieht über ihren Mann her und erzählt nur Mist. Frau Bundespräsident a. D. will ihre Ruhe haben, fühlt sich von den Medien "missbraucht" (bitte nicht falsch verstehen) und schreibt ein Buch. Okay, das kann man noch verstehen. Aber dass Blondie nun durch die Zeitungen gereicht wird und dabei die herzzerreißendsten Geschichten aus dem Leben einer "Först Läidie" vorab präsentierend - da kommt mir das Kotzen. Jeder der genug zahlt, darf mal ran. An irgendetwas erinnert mich das...

Kann es sein, das Frau Wulff die Gerüchte um ihr rotes Licht und den Begleitservice noch einmal kräftig angeheizt hat, um den Verkauf ihres Buches ankurbeln zu wollen? Dabei nimmt sie es mit Herrn Jauch, der überraschend schnell einknickt (so ein Lappen!) und gleichzeitig zeigt, dass er als Polittalker nichts taugt ebenso auf sowie mit Google (Wer ist eigentlich Bettina Wulff?). Gerade im Kampf gegen Google hat sich Wulff wohl mächtig überschätzt. Vom Disaster ihres Mannes hat sie offensichtlich nichts gelernt. Im Übrigen wurde in der Auto-Vervollständigung der Suchmaschine der Begriff "bettina wulff rotlicht" von "bettina wulff prostituierte" an Platz eins abgelöst. 

Das Buch, diesen Mist, braucht kein Mensch.

Sonntag, 2. September 2012

Die Grünen wählen schon mal vor

Die Grünen machen wieder richtig Spaß. Per "Ur-Wahl" sollen die beiden Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr bestimmt werden. Die Grünen nennen das Basisdemokratie. Quasi eine Castingshow um den beliebtesten und die beliebteste Politikerin in dieser Partei. 

Der Vor-Wahlkampf hat begonnen. Die sechs Kandidaten (vorerst, denn 14 Tage können sich noch weitere Kandidaten aufstellen lassen) können bis Oktober ihre Potenziale bewerben, dann entscheidet der Grüne an sich, wer es mit Angela Merkel aufnehmen darf.

Es ist zu befürchten, dass neben dem ehemaligen Werder-Bremen-Botschafter-weil-ich-gegen-Wiesenhof-bin Jürgen Trittin auch noch die bärbeißige Renate Künast von den Mitgliedern auserwählt wird. Ich frage mich ernsthaft, was dieser Doppelquatsch soll. Im eher unwahrscheinlichen Fall, dass die Grünen den Posten der Bundeskanzlerin übernehmen dürften, hätte das Land dann eine männliche und eine weibliche Angela? Okay, der Atomausstieg würde noch mehr zur Chefsache, aber würden Frauenthemen dann von der Künast und Finanzthemen vom Trittin angesprochen werden? Oder umgekehrt? 

Beide, sowohl Trittin als auch Künast, sind nicht unbedingt Sympathieträger in der deutschen Politikszene. Trittin mache ich persönlich immer noch für jeden nicht-funktionsfähigen Pfandautomaten verantwortlich. Außerdem sehe ich ihn auch immer nur im Bundestag rumlümmeln und rumpöbeln. Renate Künast sehe ich eigentlich nur pöbeln. Bei dieser Frau stellen sich mir die Nackenhaare hoch, wenn ich nur an sie denke. Die Frau, hätte eigentlich ein Mann sein müssen und hätte im Fußball einen knochenharten Verteidiger abgegeben - natürlich vollkommen kompromisslos.

Bei Wikipedia findet sich unter R.K. folgender Satz: "Renate Künast wuchs in einer Recklinghauser Arbeiterfamilie auf und sollte nach dem Willen ihres Vaters die Hauptschule besuchen und möglichst bald eine Familie gründen." Witzig - hätte sie mal... Dann wäre dem deutschen Volk einiges erspart geblieben. Ihr selbst übrigens auch: Schließlich verlor sie die Bürgermeisterwahl von Berlin gegen Klaus Wowereit. Und auch hier war die - sagen wir mal - streitbare Frau mit ihren Auftritten und Angriffen auf den ebenfalls nicht souveränen "Wowi" gelegentlich schon peinlich. Und wenn schon Berliner sowas nicht haben wollen, warum sollte es dann einen Grund geben, diese Frau UND DANN AUCH NOCH MIT DEM TRITTIN, als Spitzenkandidatin der Grünen zu küren? 

Andererseits: Claudia Roth ist aber auch nicht viel besser.