Freitag, 13. Mai 2011

Verantwortung für die Freiheit

Großes Kino in Rostock, die FDP ist da. Das ganze Kasperle-Theater gastiert in der Hansemesse und bietet beste Unterhaltung. Stoff bieten die Liberalen ja seit geraumer Zeit. Die Partei taumelt dem Abgrund entgegen, die Lobbypolitik von Westerwelle, Rösler & Co. ist ein Witz. 

Westerwelle will nur gut aussehen, sonnt sich im Außenministerium und fühlt sich von allen missverstanden. Er ist eben nur der "Guido", stets unterschätzt und ungeliebt. Das muss nicht mal an seiner Person festgemacht werden, vielleicht liegt das auch nur an der unsympathischen Partei mit s.g. Klientelpolitik. Mittelstand gut und schön, aber für den einfachen Menschen auf der Straße bleibt nichts übrig. Daran hat auch der Guido schuld. 
Jetzt wird Guido gestürzt und er muss sich in Rostock auch noch rechtfertigen. Interessant ist der Satz, dass er seinem Nachfolger nicht ins Lenkrad greifen will. Würde man Westerwelle so etwas zutrauen? Würde man einem Politiker so etwas überhaupt zu trauen? Der Satz zeigt eigentlich nur, wie schmutzig die Politik - nicht nur die der FDP - ist. Westerwelles Abgang war überfällig, ob er unbeschadet den Außenminister mimen kann, wird die Zukunft zeigen. Er wird es gut finden, dass für verlorene Wahlen und verpasste Parlamentseinzüge jetzt Philipp Rößler verantwortlich gemacht wird.

Rößler wird sich am nächsten Wochenende, wenn in Bremen gewählt wird, in die altbewährten Phrasen retten. "So schnell kommt die FDP auch nicht aus dem Keller raus" oder so ähnliches Zeug werden wir zu hören bekommen. Dem gelben Aufsteiger des Jahres wird schnell der Wind ins Gesicht blasen, döller als ihm lieb ist. Rößler ist für den größten Mist der jüngeren Zeit verantwortlich - die Gesundheitsreform. Stichwort Kopfpauschale - als wären wir alle irgendwie wie Osama bin Laden...
Dritter Comedian ist Rainer Brüderle, der neue Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag. Der Weinliebhaber bekommt nun sein Gnadenbrot, schön wie die Steuergelder verschleudert werden. Als Minister untauglich, als Politiker "baugleich" wie die Parteicompadres. 

In Rostock will die Partei nun Wiederaufstehung feiern. Am Donnerstag trank das gelb-blaue Volk ordentlich im Ratskeller: Hier ein Weinchen, dort ein Bier. So sieht also Verantwortung für die Freiheit aus. Prost Mahlzeit.

Dienstag, 3. Mai 2011

Osama Bin Laden ist tot - und was nun?

Bin Laden ist erledigt. Und steht natürlich die Frage, ob es legitim ist, wenn amerikanische Soldaten in einem fremden Land einen Terroristenführer killen. Sowas ist nicht einfach mit einem "Ja" oder "Nein" zu beantworten, wahrscheinlich gibt es auch keine wirkliche Antwort darauf. Allerdings überwiegt das "Ja". Wir denken zurück an dem 11. September 2001, als in New York und Washington die Anschläge auf die Zwillingstürme und das Pentagon verübt wurden. Wir erinnern uns an die vielen unzähligen Attentate in London, Madrid oder anderswo, bei denen abermals unschuldige Menschen getötet und verletzt wurden. Hinter allem stand (offensichtlch) Al Quaida, die Terrororganisation, in der Osama Bin Laden der Kopf und Fürher war. Terror im Namen Allahs. Also ist ein us-amerikanisches Killerkommandolegitim?

Doch es gibt auch gute Gründe für ein "Nein": Die USA spielen sich seit ewigen Zeiten als "Weltpolizist" auf, rasseln mit den Säbeln, schicken Flugzeugträger und Soldaten in Krisenregionen. Der Krieg in Afghanistan und dem Irak war der Sicherung der Ölquellen "geschuldet", fein getarnt als Friedensmission. Die Folterbilder von Abu Graib zeigen aber, dass die Amis auch nur niedere Instinkte bedienen, sowas ist aber auch schon aus dem Vietnamkrieg bekannt. Wer sich so aufführt, braucht sich nicht zu wundern, dass in Teilen der Welt der amerikanische Soldat nicht unbedingt als Feund angesehen wird und dass auch unschuldige amerkanische Menschen zum Ziel von Attentaten werden.

Bin Laden ist tot - und das ist gut so. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Vergeltungsmaßnahmen der "Gotteskrieger" einmal nicht lange auf sich warten lassen und zum anderen wieder sehr brutal und grausam durchgeführt werden. Der Terror in der Welt könnte eine neue Qualität erreichen, wieder wird vielen unzähligen Menschen auf der Welt viel Leid zugefügt werden. Von Frieden keine Spur.