Sonntag, 21. April 2013

Der saubere Herr Hoeneß

Das ist ja ein Ding! Der Präsident des FC Bayern München Uli Hoeneß hat sich selbst angezeigt, weil er ein geheimes Konto in der Schweiz besitzt. Steuerhinterziehung. Der Saubermann des deutschen Sports hat nun offensichtlich selber Dreck am Stecken. 

Hoeneß, der jahrelang den Moralapostel gespielt hat und stets offen und ehrlich Klartext geredet hat, der Christoph Daum und so manch anderen Kicker, Trainer oder Funktionär "rund gemacht" hat, dürfte nun selber Ziel derartiger Angriffe werden. 

Bei aller Sympathie für Hoeneß und seine Gradlinigkeit - jetzt werden alle die, auf die Hoeneß gefeuert hat, mit doppelter Ladung zurückballern. Aber: Selber schuld! Hoeneß zerstört mit seiner Gier zu persönlichem Reichtum zu kommen, sein Lebenswerk, dass er sich beim FC Bayern München aufgebaut hat. Und all die Neider und Kritiker werden mit dem Finger auf Hoeneß zeigen. 

Schade eigentlich, denn Uli Hoeneß tat dem deutschen Fußball gut. Als Präsident des deutschen Vorzeigeclubs ist er wohl nicht mehr tragfähig.

Mittwoch, 17. April 2013

Boston

Was da in der Nacht beim Boston-Marathon passiert ist, ist grausam. Noch gibt es nur wenige Erkenntnisse, warum im dortigen Zieleinlauf zwei Bomben explodiert sind und wer der oder die Täter sind. Es kann nur gemutmaßt werden, welchen Hintergrund das Attentat haben könnte. Egal ob kriminell oder terroristisch - krank ist so etwas allemal.

Aber natürlich sind die Gedanken sofort bei 9/11, auch wenn das Ausmaß offensichtlich deutlich geringer und die Folgen nicht so verheerend sind. Was dem Irrsinn aber keinen Abbruch tut. Schlimm ist es allemal, dass eine Laufveranstaltung dazu genutzt wird, Menschen Leid anzutun.

Aber, solange es keine Erkenntnisse gibt, wer für dieses Attentat und aus welchen Gründen verantwortlich ist, verbietet es sich, über etwaige Hintergründe zu spekulieren. Auch passen die Helden, die medial "aufbereitet" werden, nicht so recht ins Bild. Ich finde es sogar fragwürdig, wenn Marathonläufer kurz nach den Explosionen wieder aufstehen, weiterlaufen und den Lauf beenden. Das ist nachdenkenswert.

Dienstag, 16. April 2013

Der lächerliche Rechtsstaat

Der deutsche Rechtsstaat macht sich mal wieder lächerlich. Weil ein bockiger bayerischer Richter partout auf seiner Entscheidung beharrt, wird der NSU-Prozess nun verschoben. In Deutschland hat alles seine Ordnung. Wer zuerst einen Antrag stellt, bekommt auch zuerst einen positiven Bescheid. Wer später kommt - hat Pech. Punkt. Und da macht das Oberlandesgericht in München keine andere Gangart zu.

Kritik prasselte auf die Bayern seit Tagen ein, jetzt wurde ein Machtwort besprochen und das Vergabeverfahren für die Medienplätze im Gerichtssaal wiederholt. Deswegen muss der Prozess nun um einige Wochen verschoben werden.

Wie kurzsichtig ist das Gericht nur gewesen, bei dieser Brisanz nach Protokoll zu verfahren? Die Frage stellt sich auch, ob das "hohe" Gericht überhaupt diese Brisanz erkannt hat. Das Verfahren, sollte es Anfang Mai eröffnet werden, müsste mit einer Entschuldigung bei den Angehörigen der Opfer beginnen.

Ein Richter, der diese Wichtigkeit nicht erkennt und sich und seinen Berufsstand vor das Recht und den gesunden Menschenverstand stellt, gehört nicht in den Gerichtssaal.

Dienstag, 2. April 2013

Gudnaaaaaamnd

Die Mainzelmännchen werden heute 50 Jahre alt. Das ZDF, nur einen Tag älter, nähert sich damit so langsam dem Alter der derzeitigen Zielgruppe an. Dabei ist der Laden doch so "trendy".  Mit den Mainzelmännchen wurde bereits vor fuffzich Jahren die Zeit zwischen zwei Werbeschaltungen verkürzt und überbrückt. Vorallem wurden dadurch Kinder an den TV gebunden, die ja dankbare Abnehmer für Werbung sind.

Na, klingelt's? Genau.... Super RTL & Co haben das System übernommen und bringen heute ebenfalls Trickfilme zwischen den Werbeeinblendungen. Und da soll jemand noch sagen, das ZDF ist ein alter, lahmer Haufen der keine Innovationen hervorbringen kann.