Sonntag, 10. Februar 2013

Pfandsachen

In der abgelaufenen Woche wurde wieder einmal das Thema "Dosenpfand" hochgeholt. Für Saft in Plasteflaschen muss man keinen Zwangspfand bezahlen, für Wasserflaschen dagegen schon. Warum das so ist, weiß wohl nur Herr Trittin, der vor über zehn Jahren maßgeblich an der Einführung des Irrsinns beteiligt war. Er war es dieser Tage auch, der - nachdem bekannt gemacht wurde, dass der Anteil an Mehrwegflaschen nicht die erhoffte Höhe erreicht hat - eine Nachbesserung forderte. 

Unsere schlafmützigen Politiker (oder ist es durch die Lobbyisten so gewollt?) schaffen stets Gesetzeskonstrukte, die noch Jahre später bearbeitet, novelliert oder nachgebessert werden. Was Rot/Grün schafft, wird von Schwarz/Gelb berichtigt - oder umgekehrt, wobei die Farbenwahl ebenfalls variieren kann. So kommen schnell mal 25 Milliarden Euro zusammen, die in diesem Land unnütz verballert werden.

Durch den geplanten Angleich der "Dosenpfand-Geschichte" kommen wieder einige Milliönchen auf den Handel zu, der wohl wieder auf die Verbraucher umgelegt wird. Danke schon mal dafür. Doch auch die Industrie und der Handel bekleckern sich in dieser Thematik nicht mit Ruhm, wenn ich an die stets defekten Annahmeautomaten denke. "Klingklangklong, bitte die Leergutannahme besetzen!".