Sonntag, 6. Mai 2012

Spannender Wahlabend

Nicht nur Schleswig-Holstein hat gewählt, auch in Frankreich und Griechenland wurden reichlich Kreuze gemacht. Während die Auswirkungen der Griechenland-Wahl wohl noch gar nicht richtig zu erahnen sind, weht jetzt wohl in Frankreich ein anderer Wind. Angela Merkel hat ihren kleinen französischen Freund verloren und wird sich mit dem "Roten" erst noch anfreunden müssen. Ob der allerdings mit den herunterhängenden Mundwinkel flirten möchte, wird sich zeigen. Aber die Nahles ist auch nicht besser - grrrrrrrr...
Richtig spannend ist es bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Die CDU feiert sich zwar als stärkste Partei und auch die FDP jubelt über ihre 8+x Prozent, doch verloren haben beide - die Macht. Es sollte mit dem Teufel zu gehen, wenn die CDU eine große Koalition hinbekommt. Spitzenkandidat Jost de Jager schaute in der Chefrunde ziemlich bedröppelt drein, als SPD-Albig klare Worte fand. 
Für die SPD, auch wenn Albig lange Zeit ein langes Gesicht zog, weil er die 40 nicht erreicht hat (Realitätsverlust?), ergeben sich jetzt viele schöne Möglichkeiten. Nur mit schwarz und gelb will er  nix am Hut haben. Mal sehen, wie lange sich Albig dieser eigentlich sehr stabilen Mehrheitsofferte entziehen kann. Sollte die SPD ihre Glaubwürdigkeit erhalten wollen, müsste es eine Koalition mit den Grünen und dem SSW geben.
Der Erfolg der FDP ist der Erfolg von Wolfgang Kubicki. Respekt vor dem "alten" Mann, der mit seiner One-Man-Show alles richtig gemacht hat. Darin wird sich der kleine Phillip schön sonnen können, aber schon am kommenden Sonntag wird man sehen, ob das FDP-Ergebnis nur ein "SH-Phänomen" ist. Die Piraten sind jetzt in der Pflicht, mit Themen zu glänzen und die Netzpolitik etwas außen vor zu lassen bzw. diese realistischer darzustellen und dem Bürger dies zu vermitteln.