Rot-Grün in Berlin wird also nix. Das ging ja richtig schnell. Da wurden nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus Sondierungsgespräche vom Wahlsieger SPD mit den Grünen und der CDU geführt. Schnell waren sich die Roten und Grünen klar, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen, weil man sich im Grunde einig war. In Sachen Erweiterung der A100 wollten beide Parteien am ersten Tag der Verhandlungen einen Kompromiss präsentieren. Nix war's damit, Wowi und die Grünen gehen getrennte Wege. Böses Blut. Grün speit Feuer, selbst die Jusos kritisieren Wowereit.
Die Grünen hatten sich der SPD in Sachen Autobahn angenähert, was tut man nicht um an die Macht zu kommen. Nun hat Wowi, dieser alte graue Fuchs, wohl die Grünen - sagen wir es mal so - richtig "verarscht". Mit der CDU ist es eben einfacher, die Christdemokraten sind offensichtlich nicht so anstrengend und fordernd.
Die Grünen haben sich zu früh gefreut, nach der Wahl vor gut zwei Wochen wähnten sich die Ökos schon an der Macht. Nun wird es nix, Berlin wird dann wohl wieder gähnend laaaangweilig und arbeitertechnisch-konservativ regiert. Berlin bleibt arm also und wird unsexy. Auch wenn die Piraten das Abgeordnetenhaus etwas mit ihrer unbedarften Politik "aufmischen" werden. Zumindest für Lacher sorgen.
Aber, aber, aber... Spätestens wenn die SPD/CDU-Koalition in die Hose geht oder die nächste Wahl ansteht (mal schauen was vorher eintritt), sind alle Vorwürfe, Anfeindungen und bösen Worte vergessen. Schließlich möchten die Grünen, so sie die Chance dazu und genügend Stimmen bekommen, wieder mal an die Macht. Politiker vergessen gern mal und halten sich dabei an Adenauers Spruch "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern".