Montag, 8. Oktober 2012

Nebengeräusche

Der Bundestagswahlkampf ist eröffnet. Zwar ist es noch ein gutes Jahr hin, doch die Parteien bringen sich und ihre Kandidaten bereits in Position. Die Grünen lassen "ur-wählen", wer dann im Wahlkampf die Ökothemen besetzen darf. Von Trittin, Roth und Künast ist derzeit noch wenig zu hören, erst wenn die Mitglieder der Grünen entschieden haben, wer die Spitzenkandidaten sein werden, wird aus allen Rohren gefeuert. Mit Sicherheit.

Derzeit halten sich die "Bio's" noch einigermaßen zurück, was für Herrn Steinbrück von der SPD ein Segen sein dürfte. Nicht auszudenken, wenn die Künsat Gift und Galle spucken würde... Steinbrück hat an seinen gut honorierten Vorträgen zu knabbern. Das ausgerechnet die freien Demokraten hier den Lauten machen, ist schon verwunderlich, denn diese Herrschaften hängen doch ihr Fähnchen immer nach dem Wind.

Grundsätzlich scheint mir diese Diskussion um die Nebenverdienste sehr verlogen. Offensichtlich haben unsere Volksvertreter genug Zeit, neben ihrer eigentlichen Tätigkeit -nämlich der, dem deutschen Volke zu dienen - auch noch den ein oder anderen Euro auf die Seite zu schaffen. Und offensichtlich trifft das alles auf viele der Abgeordnete zu. Steinbrück ist wohl der Top-Verdiener der "Branche", aber dahinter rangieren die Kollegen aus der Koalition. Mit diesen ganzen Nebengeräuschen droht der gewählte Abgeordnete die Seiten zu wechseln und zum Interessenvertreter der Wirtschaft zu werden. Einflussnahme auf Gesetzesgebung und Entscheidungen im Bundestag wären die Folge. 

Unsere Parteien haben gerade wieder ein Thema gefunden, mit denen sie die politischen Kontrahenten mit Dreck bewerfen können. Dabei ist dies gar nicht mal so klug, denn die Folge könnten Einschränkungen beim Nebenverdienst der Politiker sein. Und das sollte man sich mal vorstellen: Die müssen dann von ihren Diäten leben...