Da isser wieder. Karl Theodor zu Guttenberg lässt sich nach seinem eher unfreiwilligen Rückzug aus der deutschen Politik wieder in der Öffentlichkeit blicken. Im Gepäck hat er jede Menge dummer Sprüche und ein wohl noch dümmeres Buch. Der Mann hat offensichtlich nichts gelernt. Der falsche Doktor geht es im kanadischen Exil offensichtlich gut, er wirkt gut genährt, hat sein Äußeres verändert. Zum Vorteil? Das wird dann später wohl eine Umfrage in der "Bunte" klären...
Gelernt hat KT offenbar nichts. Er sieht sich in seinem Buch eher als Opfer denn als Täter. Er fühlt sich wohl durch das milde Urteil der Staatsanwaltschaft bestärkt. Da kann man nur den Kopf schütteln, denn das ist ein falsches Zeichen für alle falschen Doktoren und vorallem für die Richtigen. Womöglich hat der ehemalige Vorzeige-Politiker auch noch die Idee, seinen Job in der Regierung zurückzubekommen, schließlich war das doch alles nicht so schlimm.
Guttenberg manipuliert munter weiter, reagiert hochmütig auf Kritik und lässt alles an sich abprallen. Der Rückhalt in der Öffentlichkeit ist gering. Von den Facebook-Seiten, die einst gegen die Jagd auf den Plagiatro bliesen, zerbröselt die Gefällt mir-Gemeinde. Zu Guttenberg scheint beleidigt, wenn ehemalige und vermeintliche Parteifreunde jetzt bei der Rückkehr-Aktion nicht mitziehen. Horst Seehofer, gewichtiger CSU-Boss, fand klare Worte: Es sei kein guter Stil, wenn alles und jeder herabgesetzt werde, um selbst erhöht zu werden, sagte Seehofer. KT kann sich nun vorstellen, eine neue Partei zu gründen. Dieser Gedankengang zeigt nur, dass der Herr zu Guttenberg vollkommen abgehoben ist und an einer krankhaften selbstüberschätzung leidet.
Vielleicht sollte er sich einmal umfassend mit dem Fall Gabriele Pauli beschäftigen, die forsch gegen ihre stocksteife CSU vorging und dann in der Bedeutungslosigkeit versank. Aber an so etwas verschenkt der Freiherr wohl keinen Gedanken.